Wie viel kostet ein Dolmetscher?

Ähnlich wie beim Übersetzen lassen sich auch beim Dolmetschen keine Pauschalpreise festsetzen. Während sich die Vergütung von Dolmetschleistungen für gerichtlich-behördliche Auftraggeber nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG) richtet, sind die Preise in der freien Marktwirtschaft unterschiedlich hoch und können von jedem Dolmetscher individuell festgelegt werden. Je nach Auftrag können auch Zusatzkosten für Fahrt- oder Wartezeiten sowie Reisekosten anfallen.

Honorar für Dolmetscher

Grundsätzlich werden für Dolmetscheinsätze im Rahmen von Konferenzen, Seminaren, Tagungen oder ähnlichen Veranstaltungen Tagessätze veranschlagt. Grund hierfür ist neben der eigentlichen Dolmetschleistung eine zeitintensive terminologische sowie inhaltliche Vor- und Nachbereitung des Dolmetschers, die nicht zu unterschätzen ist und deshalb in das Tageshonorar einkalkuliert wird.

Wird ein beeidigter Dolmetscher für ein Verfahren vom Gericht herangezogen, so greifen stets die aktuell geltenden Stundenhonorare des JVEG in Höhe von 85 € zzgl. MwSt.

Für Behördengänge, Termine mit Anwälten und Notaren sowie für Arztbesuche berechne ich keine Tagessätze wie beim Konferenzdolmetschen, sondern Stunden- oder Halbtagessätze.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das Honorar somit also nicht nur nach der Dauer des Dolmetscheinsatzes und der dazugehörigen Vorbereitungszeit, sondern auch nach dem  Setting und der entsprechenden Dolmetschtechnik richtet.